Wir haben großen Grund zur Freude! Das Projekt Roadkill wurde für den Bundestierschutzpreis nominiert!
"Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz vergibt heuer zum fünften Mal den Bundestierschutzpreis. Dieser Preis wurde ins Leben gerufen, um Personen öffentlich auszuzeichnen, die sich durch ihr großes Engagement zum Wohle der Tiere besonders verdient gemacht haben. Die eingereichten Projekte werden von einer fachkundigen, hochkarätigen Jury beurteilt." Auszug aus der Website des BMSGK.
Unter zahlreichen Einreichungen wurden nun 6 Projekte nominiert, welche am 11. Dezember 2018 zur großen Preisverleihung eingeladen sind. Bei dieser Abendveranstaltung werden drei der nominierten Projekte mit dem Bundestierschutzpreis 2018 ausgezeichnet. Wir sind natürlich schon sehr gespannt.
Hier finden Sie einen Auszug aus unserer Bewerbung zur Tierschutzrelevanz des Projekts:
Wie in den Ergebnissen beschrieben, finden sich in unserer Datenbank neben hunderten geschützten Tieren auch >1000 Igel, >300 Eichhörnchen und >200 Katzen, die bisher nie in offizielle Statistiken erfasst wurden und so auch nicht im öffentlichen Bewusstsein stehen. Alleine diese Überblickszahlen zeigen, dass hier großer Handlungs- und Aufklärungsbedarf besteht. Das Projekt Roadkill geht hier den ersten Schritt in Österreich um auf dieses nationale Tier- und Naturschutzproblem hinzuweisen. Wir schaffen im Projekt Roadkill nicht nur Bewusstsein für ein nationales Problem im Tier- und Artenschutz, sondern handeln auch, in dem wir über eine wissenschaftliche Herangehensweise Lösungen erarbeiten welche aktiv zum Bundestierschutz beitragen.
So weist §1 des Bundestierschutzgesetzes als Ziel den „Schutz des Lebens und des Wohlbefindens der Tiere aus der besonderen Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf“ aus. Auch wir sehen diesen Schutz des Lebens der Tiere in unserer Verantwortung in dem wir mit wissenschaftlicher Herangehensweise die Grundlagen für die Steigerung der Sicherheit von Tieren auf der Straße schaffen und so zum Schutz des Lebens beitragen können. Wir denken, dass uns dies durch die hervorragende Kombination aus wissenschaftlicher Arbeit und Öffentlichkeitsarbeit möglich ist, welche in eine enge Kooperation auf Augenhöhe zwischen Wissenschaft und Bevölkerung mündet. Die so gesammelten Daten können direkt für die Erforschung der Reduktion von im Straßenverkehr getöteten Tieren verwendet werden.
Wir sind besonders stolz, dass der Natur- und Tierschutzgedanke des Projekts auch von der Universität für Bodenkultur anerkannt wurde, indem wir 2017 für das Projekt den BOKU Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie „Austausch mit der Gesellschaft“ bekommen haben.
Das korrekte Erkennen von überfahrenen Tierarten ist oftmals eine richtige Herausforderung. Manchmal sind nur noch Reste vom Tier erhalten oder das Tier ist bereits so zerstört, dass eine richtige Identifizierung der Art kaum mehr möglich ist.
Eine Hilfe dabei sind unsere Steckbriefe zu den häufigsten gemeldeten Tierarten.
Doch nicht nur eine Verwechslung von Tierarten geschieht häufig im Projekt Roadkill, sondern auch die Verwechslung von überfahrenen Tieren mit Gegenständen und umgekehrt. So ist es auch uns schon passiert, dass sich eine Schlange auf der Straße plötzlich als ein Stück Schlauch herausgestellt hat, oder wir stehen geblieben sind um ein Säugetier zu melden, nur um festzustellen, dass es doch nur ein verloren gegangener brauner Wollpullover war.
Auf dieser Seite möchten wir die häufigsten Verwechslungen von überfahrenen Tieren und Gegenständen sammeln um unser aller Auge noch weiter für Roadkills zu schärfen.
Wenn auch euch schon Gegenstände vor die Kameralinse gekommen sind, die überfahrenen Tieren aus der Ferne zum Verwechseln ähnlichgesehen haben, dann schickt uns bitte Fotos davon an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Aus der Ferne betrachtet sieht man nicht klar genug, ob es sich um ein Tier handelt. Doch kommt man näher sieht man klar, dass die vermeintlichen Stacheln des Igel nur das Stroh im Mist waren.
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Aus dem Auto sieht es stark nach einem Igel aus, steigt man aber aus und sieht sich das vermeintliche Tier genauer an, sieht man sofort, dass es sich um eine Bürste handelt.
Auch hier ist aus der Ferne kaum zu erkennen worum es sich handelt. Überfahrene Froschlurche wie Erdkröte oder Wechselkröte sind oft stark zerstört oder bereits ausgetrocknet und schwer zu bestimmen. Eine Verwechslung im Herbst mit Fallobst wie hier einem Apfel ist daher aus der Ferne nicht auszuschließen und kann nur bei näherer Betrachtung vermieden werden.
Ein weiteres Beispiel in der Fotogallerie ist die Verwechslungsmöglichkeit von einer vertrockneten Bananenschale bei Regenwetter mit einem Froschlurch. Vielen Dank an unsere Teilnehmerin DiDoDa für diesen Hinweis und die Fotos.
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Vermeintlicher Froschlurch
Vermeintlicher Froschlurch
überfahrener Apfel
überfahrener Apfel
vermeintlicher Froschlurch
vermeintlicher Froschlurch
vertrocknete Bananenschale
vertrocknete Bananenschale
Ist man mit dem Auto oder dem Fahrrad unterwegs, kann man einen Schlauch oder gebogenen Ast auf der Fahrbahn kaum von einer Schlange unterscheiden. Kommt man jedoch näher, sieht man schnell, ob es sich um eines dieser geschützten Tiere handelt oder doch nur um ein verlorenes Stück Schlauch oder einen abgefallenen Ast. Handelt es sich um einen Schlauch, wären wir euch dankbar diesen mit zu nehmen und fachgerecht zu entsorgen um Müll in der Natur zu vermeiden.
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Ein weiteres Beispiel stammt von unserer Teilnehmerin DiDoDa, welche diese interessante Verwechslung von einem Zapfen mit einem Kleinsäuger beobachtet hat. Aus der Ferne betrachtet, kann es hier durchaus zu einer Verwechslung kommen, da die braune Farbe und die Größe auf einen Kleinsäuger hindeuten kann.
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Müll neben Fahrbahnen ist aus dem fahrenden Auto oft kaum von überfahrenen Tieren zu unterscheiden. Auf den Fotos sieht zum Beispiel das schwarze Kunststoff-Vlies oder die Platsikfolie aus der Ferne wirklich wie eine Krähe aus. Das erste eindrucksvolle Beispiel stammt von unserer Teilnehmerin DiDoDa, das zweite von Mamabird. Handelt es sich wirklich um Kunststoffe, wären wir euch dankbar diese mit zu nehmen und fachgerecht zu entsorgen um Müll in der Natur zu vermeiden.
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vermeintliche Krähe
vermeintliche Krähe
schwarzes Kunststoff-Vlies
schwarzes Kunststoff-Vlies
vermeintliche Krähe
vermeintliche Krähe
Kunststoff-Folie
Kunststoff-Folie
Diese etwas außergewöhnliche Verwechslungsmöglichkeit wurde uns von unserer Teilnehmerin Mamabird zugesandt. Hier scheinen aus der Ferne Amseln neben dem Bürgersteig zu liegen, kommt man jedoch näher sieht man, dass es sich um von Traktorreifen abgefallenen Kot (in diesem Fall Marschenbodenstücke im Reifenprofil) handelt.
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vermeintliche Amseln
vermeintliche Amseln
von Traktorreifen abgefallener Kot (Schmutz)
von Traktorreifen abgefallener Kot (Schmutz)
Wirklich zum Verwechseln ähnlich sehen sich auf diesen Fotos ein alter Arbeitshandschuh aus Leder und eine Taube. Unsere Teilnehmerin DiDoDa ist mit dem Auto stehen geblieben um eine vermeintliche Taube in die Datenbank einzutragen, nur um dann einen alten Handschuh auf der Straße vorzufinden.
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https://roadkill.at/itemlist/user/934-florianheigl?start=440#sigProIda5fa258cb1
Auch diese Verwechslungen passieren immer wieder: größere wirbellose Tiere sehen aus der Ferne wie Wirbeltiere aus. In diesem Fall wurde uns die Verwechslung eines Froschlurchs mit der Raupe eines (vermutlich) Labkraut-Schwärmers von unserer Teilnehmerin DiDoDa gemeldet.
Bitte auf Fotos klicken um sie zu vergrößern:
Vermeintlicher Froschlurch
Vermeintlicher Froschlurch
Raupe eines Schmetterlings
Raupe eines Schmetterlings
Immer wieder hören wir von neuen Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Projekt, dass es oft sehr schwierig ist, die gefundenen Tiere sicher zu bestimmen. Nun gibt es aber im Projekt auch schon sehr erfahrene Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die mit Kommentaren unter den Einträgen helfen die Tiere zu bestimmen. An dieser Stelle einen großen Dank dafür.
Dieses großartige Wissen zu überfahrenen Tieren in Österreich, welches sich über die Jahre im Projekt gesammelt hat, möchten wir nun in einem handlichen Taschenbuch (oder welches Format für unsere TeilnehmerInnen passend ist) zusammenfassen und veröffentlichen, damit es noch leichter wird in das Projekt einzusteigen.
Da wir das Projekt Roadkill großteils in unserer Freizeit durchführen, müssen wir auch hier zusammen helfen. Wir haben uns daher dazu entschieden, im Rahmen der European Researchers Night eine so genannte Challenge auszurufen:
Das Ziel unserer Challenge ist es einen handlichen Pocket-Guide zur einfachen Bestimmung der am häufigsten überfahrenen Tiere zu erstellen. Dieser soll Neueinsteigerinnen und Neueinsteigern den Einstieg ins Projekt erleichtern.
Dazu suchen wir Menschen, die uns bei folgenden Aufgaben behilflich sein können:
Jede oder jeder, der uns bei einer dieser Aufgaben helfen kann ist herzlich willkommen und kann sich bei uns über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! melden. Die Zusammenarbeit wird durch Workshops in Wien, aber auch online durchgeführt, sodass eine Teilnahme aus ganz Österreich möglich sein wird.
Die komplette Challenge muss bis 28. September 2018 abgeschlossen sein, um das Ergebnis bei der European Researchers Night in Wien präsentieren zu können.
Irene Hoppe schreibt seit 2018 an ihrer Masterarbeit im Projekt Roadkill zu überfahrenen Igeln in Wien. Heute gibt sie uns einen Einblick in ihr faszinierendes Forschungsobjekt, den Igel.
Mit ihrem unverwechselbaren Erscheinungsbild gehören Igel (Erinaceidae) zu der wahrscheinlich bekanntesten Familie unter den Säugetieren. Wohl jeder hat schon einmal erlebt, wie sich die Tiere bei drohender Gefahr zum Schutz zusammenrollen und ihre Stacheln präsentieren. In der Alten Welt (Europa, Afrika und Asien) sind Igel weit verbreitet. Es gibt mehrere Igelarten. In Österreich kommen zwei Arten vor: der Nördliche Weißbrustigel (Erinaceus roumanicus) und der Braunbrustigel (Erinaceus europaeus). Der Braunbrustigel wird vom Umweltbundesamt in der Roten Liste der gefährdeten Arten für Österreich als „potentiell gefährdet“ eingestuft (Stand 2005).
Igel gehören zu der Ordnung der Insektenfresser (Insectivora) und sind daher eng verwandt mit Maulwürfen und Spitzmäusen. Neben Käfern, Raupen und Regenwürmern stehen Schnecken mit ganz oben auf dem Speisezettel. So werden sie auch oft in Gärten und Parks beobachtet, wenn sie dort auf Nahrungssuche gehen. Allerdings geschieht dies meist in der Dämmerungszeit und Nacht, da sie vorwiegend nachtaktive Lebewesen sind. Im Winter, von etwa Oktober bis März, sind Igel selten zu sehen, da sie in der Regel Winterschlaf halten. Die Länge des Winterschlafs variiert in Abhängigkeit von verschiedenen Faktoren, wie beispielsweise klimatischen Bedingungen, der körperlichen Verfassung des Igels und dem Geschlecht. Igel leben einzelgängerisch und in festen Territorien, die sich auch überlagern können. Als Lebensraum werden kleinräumig abwechslungsreiche, also strukturreiche Gebiete bevorzugt, wo die Tiere sowohl Nahrung als auch Versteckmöglichkeiten finden. Dazu gehören Landschaften mit Gebüschen und Bäumen, Brachflächen mit Hecken, artenreiche Magerwiesen sowie Gärten und Parks. Intensiv genutzte Landwirtschaftsflächen sowie Nadelholz-Monokulturen bieten diese Möglichkeit nicht, wodurch sie öfter in Randbereichen von Dörfern und Städten leben. Gefahr für den Igel droht dort vor allem auf Straßen. Sie gehören zu den häufigsten Verkehrsopfern unter den Säugetieren. Über Roadkill wurden bis jetzt 1000 Igel gemeldet, in Österreich allein über 800. Das ist etwa ein Fünftel aller gemeldeten Tiere! Gerade für lokale isolierte Igelpopulation können Straßen die Überlebenswahrscheinlichkeit stark beeinträchtigen, da neben der Mortalität der genetische Austausch zwischen Populationen behindert wird. Die meisten überfahrenen Igel wurden im Monat Mai gemeldet. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich Igel in Mitten ihrer Paarungszeit und legen daher weitere Strecken zurück. Ein langsameres und umsichtigeres Autofahren, gerade in der Dämmerung und Nacht in dieser Zeit, kann Igel-Roadkill reduzieren.

Irene Hoppe ist Masterstudentin am Institut für Zoologie der Universität für Bodenkultur Wien und studiert "Wildtierökologie und Wildtiermanagement".
Unsere übergeordnete Vision im Projekt Roadkill ist es ja die Anzahl überfahrener Tiere zu verringern. Dazu möchten wir zuerst einen Überblick schaffen, welche Tierarten überhaupt von Roadkill betroffen sind. Ein erster Blick in unsere Datenbank zeigt uns eine unheimliche Vielfalt an Tieren, welche von unseren Teilnehmerinnen und Teilnehmern gemeldet wurden.
Bei den Säugetieren finden wir z.B. über 1000 Igel, 298 Eichhörnchen, 65 Waschbären oder 42 Ziesel. Auch sehr exotische Arten wie Mähnenwölfe in Paraguay, ein Elch in Kanada, Opossums in den USA, ein Makake in Malaysia oder Kängurus in Australien wurden uns bereits gemeldet.
Bei den Amphibien, wo in Österreich alle Arten geschützt sind, wurden bereits 333 Wechselkröten, 159 Kammmolche oder 7 Alpensalamander in unsere Datenbank eingetragen. In der Grafik sieht man auch, dass 633 Tiere als "Andere Amphibie" eingetragen wurden, dies zeigt, dass Amphibien, wenn sie überfahren sind, besonders schwer zu erkennen sind. So wurden uns auch einige nicht genauer bestimmbare Froschlurche mit Foto aus Thailand gemeldet. Vielleicht befindet sich unter den Leserinnen und Lesern ja ein Experte und kann diese identifizieren.
Bei den Reptilien wurden uns bisher unter anderem 13 Äskulapnattern oder 9 Schlingnattern gemeldet. Da 34 Eidechsen und 20 Schlangen nicht näher bestimmt werden konnten, sieht man auch hier die Herausforderung, überfahrene Wirbeltiere genau bestimmen zu können. Auch unter den Reptilien wurden uns leider sehr spannende Tiere gemeldet, wie eine Kreuzotter aus Griechenland, oder nicht näher bestimmte Schlangen aus Indien oder den USA. Auch hier würden wir uns über eine Hilfe bei der Bestimmung freuen. Schauen Sie sich unsere Weltkarte an und klicken Sie sich durch die Funde, es ist wirklich spannend! Wenn Ihnen etwas besonderes auffällt, kommentieren Sie auch gerne, liken oder teilen Sie den Eintrag.
Da Vögel extrem schwer zu bestimmen sind, wenn sie überfahren wurden, haben wir uns hier bewusste schon vorher nur für eine grobe Klassifizierung entschieden. Da aber auch hier bereits über 1000 Tiere eingetragen wurden, möchten wir hier eine genauere Bestimmung einführen. Wenn Sie uns hier helfen möchten, schreiben Sie uns bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Diese Zahlen zeigen eindeutig, wie wichtig unser Projekt ist. Der Erhalt der Biodiversität ist nicht nur eine akademische Herausforderung, sondern wurde bereits auch von der UNO als extrem wichtiges weltweites Ziel erkannt und fand so Aufnahme in die "UN Sustainable Developement Goals". Wir möchten auf jeden Fall das Projekt weiterführen und gemeinsam mit Ihnen die Straßen für Mensch und Tier sicherer machen. Einen großen Dank an alle, die uns tagtägliche ihre Funde melden!
Wir freuen uns sehr eine neue Kooperation im Projekt vorzustellen. Der gemeinnützige Naturschutzverein Arge NATURSCHUTZ hat sich bereit erklärt enger mit uns im Projekt Roadkill zusammen zu arbeiten. Zu den wichtigsten Aufgabenbereichen dieses Vereins zählen laut Vereins-Website die Erforschung bedrohter Pflanzen und Tiere wildlebender Arten, ihrer Lebensgemeinschaften und ihrer natürlichen Lebensgrundlagen, spezielles Arten- und Biotopmanagement sowie eine gezielte Bildungs- und Informationsarbeit in Sachen Naturschutz.
Wir sehen hier eine perfekte Ergänzung zu unserer Arbeit im Projekt, da die Arge NATURSCHUTZ vor allem auch praktische Naturschutzmaßnahmen durchführt. Ein erfolgreiches Beispiel hierfür ist die Aktion "Rettet die Frösche" in der die Arge NATURSCHUTZ die Betreuung von183 Amphibienwanderstrecken in Kärnten koordiniert.
Wir freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit und die gegenseitige Bereicherung!
Der Frühlingsbeginn legt eine kurze Pause ein. Diese Pause möchten wir nutzen um aufzuzeigen, wie man mithelfen kann das Amphibensterben auf Österreichs Straßen zu reduzieren.
Eine interessantes Video indem Amphibienwanderungen erklärt werden findest du am Ende des Artikels.
Viele Vereine, Landesregierungen und Gemeinden setzen sich für den Amphibienschutz ein. So gab es zum Beispiel diese Woche bereits einen Aufruf der Salzburger Landesregierung zur Mithilfe bei der Betreuung von Amphibienzäunen. Solche Zäune werden entlang von Straßen aufgestellt um wandernde Kröten bei der Überquerung der Straße zu helfen. Die vom Zaun gestoppten Kröten werden dabei eingesammelt und über die Straße getragen, damit sie auf der anderen Seite der Straße ihre Wanderung zum Laichgewässer fortführen können. Diese Methode ist sehr arbeitsintensiv und benötigt viele Freiwillige. Wenn du gerne dabei helfen möchtest Amphibien die sichere Wanderung zu ermöglichen, dann wende dich in Kärnten zum Beispiel an die Arge NATURSCHUTZ, oder in Niederösterreich an die Abteilung Naturschutz der Landesregierung.
Wenn du dich stärker für den Schutz von Fröschen, Kröten, Molchen usw. einsetzen möchtest, findest du sicher einen Verein in deiner Nähe der Amphibienschutzzäune entlang von Straßen betreut und sich über eure Hilfe freut.
Generell sollten im Frühling Fahrten mit dem Auto in der Nacht bei regnerischem Wetter eher vermieden werden, denn genau dann sind die meisten Amphibien auf der Straße. Auch das Vermeiden eines Roadkills durch "zwischen die Reifen nehmen" führt bei über 30 km/h zum Tod der Amphibien, da durch den Unterdruck unter dem Auto ihre Lungen platzen können. Genaueres findest du hier: http://www.herpetofauna.net/interessantes/amphibientod_schnelles_fahren.html
Falls du aber doch überfahrene Tiere findest, hilf uns bitte dabei einen Überblick über diese mittlerweile seltenen Tiere zu schaffen und melde diese bitte mit deiner SPOTTERON Roadkill App für Android oder iOS oder über das Onlinformular auf roadkill.at – Am besten mit Foto!
Bitte nutz auch die neuen Kommentarfunktionen in der App um dich über deine Funde auszutauschen, wir freuen uns schon auf lebendige Diskussionen mit euch!
Eine sehr gute Plattform zur Vereinssuche oder die Bestimmung von Amphibien und Reptilien ist auch das Forum auf www.herpetofauna.at
Wir waren Anfang Februar mit einem Poster zu Gast auf der Österreichischen Citizen Science Konferenz 2018 in Salzburg um unsere Erfahrungen mit Citizen Science im peer-Review Verfahren zu präsentieren. Konkret hieß es aufzuzeigen, wie wir aus dem Projekt Roadkill die Publikationen in von Expert*innen begutachteten Fachjournalen erlebt haben.
Eine kurze Zusammenfassung der gesamten wirklich spannenden Veranstaltung finden Sie auf Österreich forscht.
Außerdem konnten wir am dritten Tag der Konferenz, dem sogenannten Aktionstag, einem sehr interessierten Salzburger Publikum das Projekt Roadkill auf einem Messestand präsentieren und praktisch zeigen, wie man bei uns mithelfen kann.
Für alle an unseren Erfahrungen interessierten, sehen Sie hier das präsentierte Poster:
Die vermutliche letzte Kältewelle dieses Jahres ist überstanden und wir freuen uns alle über die ersten wärmeren Tage. Auch Amphibien nutzen diese ersten Frühlingstage um ihre Wanderung zu den Laichgewässern zu beginnen. Bitte achtet also noch mehr als sonst auf Tiere während ihr auf Straßen unterwegs seid. Vor allem kleine Tiere wie Amphibien und Reptilien werden oft übersehen oder mit Blättern oder Ästen verwechselt.
Falls ihr aber doch überfahrene Tiere findet, helft uns dabei einen Überblick über diese mittlerweile seltenen Tiere zu schaffen und meldet diese bitte mit eurer SPOTTERON Roadkill App für Android oder iOS oder über das Onlinformular auf roadkill.at – Am besten mit Foto!
Auch das Vermeiden eines Roadkills durch "zwischen die Reifen nehmen" führt bei über 30 km/h zum Tod der Amphibien, da durch den Unterdruck unter dem Auto ihre Lungen platzen können. Genaueres findet ihr hier: http://www.herpetofauna.net/interessantes/amphibientod_schnelles_fahren.html
Wenn ihr euch stärker für den Schutz von Fröschen, Kröten, Molchen usw. einsetzen möchtet, findet ihr sicher einen Verein in eurer Nähe der Amphibienschutzzäune entlang von Straßen betreut und sich über eure Hilfe freut.
Eine sehr gute Plattform zur Vereinssuche oder die Bestimmung von Amphibien und Reptilien ist auch das Forum auf www.herpetofauna.at
Aber wie immer gilt, riskiere nichts – deine Sicherheit geht vor!
Ab sofort ist es möglich in unserer App mit allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu kommunizieren. So kann man besonders interessanten Menschen folgen, Spots von anderen kommentieren, weil man etwas zu dem Fund weiß oder einfach nur zeigen, dass einem ein Eintrag gefällt. Wie das genau geht, möchten wir euch im folgenden zeigen.

Klickt man in der App rechts oben auf sein Foto/das runde Bild, sieht man sein eigenes Profil und eine Übersicht über die eigenen Aktivitäten. Gleich unter dem Benutzernamen sieht man ein Personensymbol mit einer Zahl und ein Plussymbol mit einer Zahl.
Eine Zeile darunter gibt es drei weitere Symbole:
Klicke ich auf das x-Symbol in der oberen grauen Zeile, schließt sich die Übersicht und ich komme wieder auf die Karte zurück.

Klicke ich in der Karte auf einen einzelnen Eintrag, erscheint die Spot-Übersicht. Hier sieht man nun alle Informationen, die eine Teilnehmerin oder ein Teilnehmer zu einem Eintrag angegeben hat. Die oberen drei Symbole sind wieder neu:
Klickt man auf das runde Bild unter dem Foto des Eintrags, kommt man auf die Profil-Übersicht der Teilnehmerin oder des Teilnehmers, die/der den Eintrag gemacht hat.
Wir wünschen Ihnen viel Freude mit den neuen Funktionen und wir freuen uns schon sehr darauf nun noch intensiver mit Ihnen zusammen arbeiten zu können.
Sollten Sie noch weitere Fragen haben oder Ihnen Probleme auffallen, schreiben Sie uns doch bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!