Die Zusammenfassung für die Woche von 16.-22. März ist online: https://roadkill.at/erfolge/woechentlicher-status/item/266-kw12
Vor kurzem wurde ein neuer peer-review Artikel zu unserem Projekt veröffentlicht. Gemeinsam mit Kolleg*innen aus Belgien, Tschechien und Großbritannien wurde ein Artikel über die Vorteile und Herausforderungen in der Zusammenarbeit mit Freiwilligen in Roadkill Projekten geschrieben. Dabei wurde in 4 Projekten mit ganz unterschiedlichen Gruppen zusammengearbeitet. Der komplette Artikel ist natürlich frei verfügbar unter: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1617138119303449
Die Zusammenfassung:
Täglich wird eine große Anzahl von Tieren auf europäischen Straßen aufgrund von Kollisionen mit Fahrzeugen getötet. Ein hoher Anteil dieser Ereignisse wird jedoch nicht dokumentiert, da die zur Erhebung solcher Daten verpflichteten Personen nur einen kleinen Teil erfassen; die Polizei registriert nur Kollisionen, die zu Verkehrsunfällen führen, und Jäger sammeln nur Daten über jagdbare Wildtiere. Solche Berichte erfassen unverhältnismäßig wenig kleine Wirbeltiere wie Vögel, kleine Säugetiere, Amphibien und Reptilien. In den letzten zehn Jahren wurden jedoch nationale Meldesysteme für Wildtiere, welche im Straßenverkehr getötet wurden, eingeführt, die weitgehend mit Citizen Scientists zusammenarbeiten, um auf nationaler Basis Daten über Roadkills zu sammeln, die diese Datenlücke schließen könnten. Ziel dieser Studie ist es daher, erstmals die in Europa bestehenden Projekte und die Nutzergruppen, die dabei Daten sammeln, zu beschreiben. Um ein tieferes Verständnis solcher Projekte zu ermöglichen, beschreiben wir beispielhaft wissenschaftliche Meldesysteme für Roadkills, die derzeit in Österreich, Belgien, Tschechien und Großbritannien existieren. Wir definieren Gruppen von Personen, die zu solchen Citizen Science Aktivitäten beitragen, und berichten über unsere Erfahrungen mit diesen Freiwilligen. Wir kommen zu dem Schluss, dass die Citizen Scientists wesentlich zur Sammlung von Daten über Arten beitragen, die normalerweise nicht in offiziellen Datenbanken erfasst werden. Um sicherzustellen, dass Citizen Science Projekte weitergeführt werden, müssen (I) die Freiwilligen von den Organisatoren zur langfristigen Teilnahme motiviert werden, (II) die Freiwilligen müssen bei Bedarf bei der Identifizierung von Arten, die im Straßenverkehr getötet werden, unterstützt werden, und (III) es ist ein regelmäßiges Feedback darüber erforderlich, wie ihr Beitrag zur Gewinnung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse genutzt wird.
Immer am aktuellen Stand: Jetzt zu unserem vierteljährlichen Newsletter anmelden: https://roadkill.at/ueber-projekt-roadkill/newsletter
Wir freuen uns sehr über unseren neuen Partner im Projekt: "apodemus" das private Institut für Wildtierbiologie: https://roadkill.at/erfolge/kooperationen/item/248-apodemus
Ein neuer Eintrag im Team-Blog! Westrad schreibt, warum er bei unserem gemeinsamen Projekt mitmacht: https://roadkill.at/ueber-projekt-roadkill/teamblog/item/246-team-blog-vii-westrad
Anlässlich des Welttierschutztages möchten wir uns bei euch allen sehr herzlich für eure Zeit im Projekt bedanken! Wir freuen uns auf die Fortführung der großartigen Zusammenarbeit!
Das private Institut für Wildtierbiologie ist auf kleine Säugetierarten spezialisiert und aus vielen Gründen ein perfekter Partner für unser Projekt. Einerseits haben die Mitarbeiter*innen eine große Expertise im Bereich Natur- und Artenschutz, welches sie bereits in zahlreichen Projekten bewiesen haben. Andererseits ist das Institut auch bekannt für sein Wissen in der Tierpräparation, welches enorm wichtig für die Identifizierung von Arten ist und besonders auch dabei hilft die überfahrenen Kleinsäuger im Projekt zu bestimmen. Zusätzlich bringen Sie, durch die Koordination von www.kleinsaeuger.at auch große Erfahrungen in Citizen Science mit.
Die Kooperation mit apodemus ermöglicht es uns, dass die Einträge zu Kleinsäugern nochmals von erklärten Expert*innen auf diesem Gebiet durchgesehen werden und uns diese ggf. auf Fehler hinweisen! Dies ist eine großartige Bereicherung für unser Projekt und erhöht direkt die Datenqualität.
Wir freuen uns sehr, dass uns apodemus bei unserem Projekt unterstützt und freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit.

BirdLife Österreich ist als gemeinnütziger Verein die einzige bundesweit tätige ornithologische Vereinigung Österreichs und verwirklicht seit der Gründung 1953 wissenschaftlich fundierte Natur- und Vogelschutzprojekte in vier Kernbereichen:
Wir freuen uns sehr BirdLife Österreich als Partner im Projekt Roadkill gewonnen zu haben. Da die Kernbereiche dieses Vereins perfekt zu den Aufgaben im Projekt Roadkill passen, werden wir in Zukunft intensiv daran arbeiten, die Grundlagenforschung zu überfahrenen Vögeln und den Schutz von Vögeln an Straßen zu intensivieren, in dem wir gemeinsame Forschungsvorhaben planen, Daten für naturschutzfachliche Analysen austauschen und die wissenschaftlichen Methoden zur Datenerhebung verbessern.
Die Österreichische Herpetologische Gesellschaft ist ein gemeinnütziger Verein und anerkannte Umweltorganisation, die als Ziele unter anderem die Unterstützung der Forschung auf dem Gebiet der Amphibien- und Reptilienkunde und den Schutz der Amphibien und Reptilen und deren Lebensräume hat. Im Zuge der Vereinsaktivitäten wird auch das sehr erfolgreiche Citizen Science Projekt herpetofauna.at betrieben. "Herpetofauna" sammelt österreichweit Amphibien- und Reptilienbeobachtungen. Neben Fundort und Taxon werden auch Begleitdaten wie Lebensraumbeschaffenheit, Gefährdung, Entwicklungsstadium etc. aufgenommen. Es werden nur Daten bearbeitet, die auch fotografisch dokumentiert sind. Bis jetzt wurden mehr als 20.000 Fundmeldungen von „Citizen Scientists“ in die Datenbank aufgenommen, die der Forschung zur Verfügung stehen.
Die Kooperation mit der Österreichischen Herpetologischen Gesellschaft ermöglicht es uns, dass die Einträge zu Amphibien und Reptilien nochmals von erklärten Experten auf diesem Gebiet durchgesehen werden und uns diese ggf. auf Fehler hinweisen! Dies ist eine großartige Bereicherung für unser Projekt und erhöht direkt die Datenqualität.
Wir freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit und die gegenseitige Bereicherung!
Der Teilnehmer "Westrad" berichtet in seinem Blog über seine Erfahrung während seines ersten Jahres im Projekt Roadkill: https://blog.westrad.de/1-jahr-dokumentation-platter-wirbeltiere-auf-asphalt/