Die erste Amphibie in Deutschland wurde von unserem Teilnehmer "auf Twitter @westrad_de" gemeldet: https://www.spotteron.com/roadkill/spots/69812
Die erste Amphibie in Österreich wurde von unserer Teilnehmerin Petra Tischler gemeldet: https://www.spotteron.com/roadkill/spots/71838
Das Osterwochenende führte zu vielen Meldungen und Presseberichten: https://roadkill.at/news/item/187-osterwochenende-und-medienberichte
Nun ist das Osterwochenende vorbei und all jene, die mit ihren Kindern auf Urlaub gefahren sind, nutzen heute Dienstag um wieder nach Hause zu fahren. Wie jedes Jahr sind gerade am Osterwochenende sehr viele Menschen auf den Straßen unterwegs. Dies merkt man auch an den Meldungen zu überfahrenen Tieren: über die vergangenen Tage sind über 100 Einträge von unseren Teilnehmerinnen und Teilnehmern gemacht worden. Vielen Dank für diese Mühen.
Der VCÖ nutzte Ostern um in einer Presseaussendung darauf hinzuweisen, dass jedes Jahr auch tausende Feldhasen überfahren werden und dies dazu beiträgt, dass die Populationen zurück gehen. Dankenswerterweise wurde auch das Projekt Roadkill in diesem Text erwähnt, woraufhin viele Medien dazu berichteten. Einen Auszug daraus finden Sie hier:
Datum | Medium |
18.04.2019 | Kleine Zeitung |
18.04.2019 | Salzburg24 |
18.04.2019 | meinbezirk.at: |
18.04.2019 | Gailtal Journal: Mehr als 450 Hasen wurden in Kärnten im Vorjahr Opfer des Straßenverkehrs |
18.04.2019 | Kurier: 2.800 Hasen starben auf den burgenländischen Straßen |
18.04.2019 | Tiroler Tageszeitung: Weniger Hasen im Vorjahr auf Österreichs Straßen gestorben |
18.04.2019 | NÖN: Österreichweiter Rückgang – Hasen leben auf Niederösterreichs Straßen am gefährlichsten |
20.04.2019 | Heute: Gefährliches Ostern: 8.082 Hasen 2018 überfahren |
21.04.2019 | ORF.at: Straßenverkehr: Fast 3.000 tote Hasen |
Auch wenn die Nächte noch kalt sind und in den Bergregionen noch Schnee liegt, merkt man wie die Temperaturen langsam steigen und das Leben in der Natur wieder erwacht. Die Blattknospen an Sträuchern und Bäumen werden immer dicker und bereiten sich auf das Austreiben vor. Dies sind erste Zeichen des Vorfrühlings, welche wir dazu nutzen, um uns auf die kommende Saison vorzubereiten. Denn mit den steigenden Temperaturen wachen auch die Wirbeltiere aus ihrem Winterschlaf oder Winterruhe auf und werden wieder aktiv.
So sind zum Beispiel Eichhörnchen schon häufig dabei zu beobachten, wie sich Pärchen gegenseitig jagen um die Paarung vorzubereiten. Bei diesen spielerischen Jagden werden von den Tieren leider häufig fahrende Autos auf Straßen übersehen. Bitte daher nun wieder vermehrt auf Tiere auf den Straßen achten – auch in Wohngebieten mit Geschwindigkeiten unter 30km/h.
Die Naturschutzvereine, wie unsere Partner der Naturschutzbund Niederösterreich oder die ARGE Naturschutz, sind bereits mitten in den Vorbereitungen um Amphibienschutzzäune auf Straßen zu errichten. Mehr Informationen zur Amphibienwanderung, welche auch nur mehr wenige Wochen auf sich warten lässt, finden Sie hier. Der Naturschutzbund Niederösterreich verwendet unter anderem die Daten aus unserem Projekt, um zu eruieren, wo noch Schutzmaßnahmen für Amphibien in Niederösterreich benötigt werden.
Sie sehen, bald werden wieder vermehrt Tiere auf den Straßen zu beobachten sein. Sollten Sie überfahrene Tiere entdecken, melden Sie uns diese bitte wieder so zuverlässig wie die letzten Jahre. Achten Sie bitte jedoch immer auch auf Ihre eigene Sicherheit und bitte verwenden Sie Ihr Smartphone nie in gefährlichen Situationen.
Wir bedanken uns dafür schon jetzt ganz herzlich!
Die Vision im Projekt Roadkill ist es Straßenabschnitte, an denen es gehäuft zu überfahrenen Tieren kommt, gemeinsam mit Naturschutzorganisationen und Behörden zu entschärfen. Die eine Grundlage dazu sind die Daten zu überfahrenen Tieren, welche Teilnehmer*innen im Projekt täglich via Onlineformular oder App melden, die zweite sind Partnerschaften mit NGOs und Behörden.
Einen konkreten ersten Schritt in Richtung zu einer solchen Partnerschaft haben wir nun getan. Die im Projekt Roadkill gesammelten Daten werden ab sofort vom Naturschutzbund Niederösterreich auf Roadkill-Hotspots bestimmter Arten geprüft, um die Einrichtung von Schutzmaßnahmen zu evaluieren. Der Naturschutzbund Niederösterreich betreut bereits eine Reihe von Amphibienzäunen entlang von Straßen und ist auch aktiv im Schutz von Lebensräumen bedrohter Säugetiere, wie z.B. dem Feldhamster, dessen Verbreitung in Niederösterreich noch relativ unbekannt ist.
Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund Niederösterreich und hoffen, dass dieser Kooperation noch viele weitere folgen.
Wir haben großen Grund zur Freude! Das Projekt Roadkill wurde für den Bundestierschutzpreis nominiert!
"Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz vergibt heuer zum fünften Mal den Bundestierschutzpreis. Dieser Preis wurde ins Leben gerufen, um Personen öffentlich auszuzeichnen, die sich durch ihr großes Engagement zum Wohle der Tiere besonders verdient gemacht haben. Die eingereichten Projekte werden von einer fachkundigen, hochkarätigen Jury beurteilt." Auszug aus der Website des BMSGK.
Unter zahlreichen Einreichungen wurden nun 6 Projekte nominiert, welche am 11. Dezember 2018 zur großen Preisverleihung eingeladen sind. Bei dieser Abendveranstaltung werden drei der nominierten Projekte mit dem Bundestierschutzpreis 2018 ausgezeichnet. Wir sind natürlich schon sehr gespannt.
Hier finden Sie einen Auszug aus unserer Bewerbung zur Tierschutzrelevanz des Projekts:
Wie in den Ergebnissen beschrieben, finden sich in unserer Datenbank neben hunderten geschützten Tieren auch >1000 Igel, >300 Eichhörnchen und >200 Katzen, die bisher nie in offizielle Statistiken erfasst wurden und so auch nicht im öffentlichen Bewusstsein stehen. Alleine diese Überblickszahlen zeigen, dass hier großer Handlungs- und Aufklärungsbedarf besteht. Das Projekt Roadkill geht hier den ersten Schritt in Österreich um auf dieses nationale Tier- und Naturschutzproblem hinzuweisen. Wir schaffen im Projekt Roadkill nicht nur Bewusstsein für ein nationales Problem im Tier- und Artenschutz, sondern handeln auch, in dem wir über eine wissenschaftliche Herangehensweise Lösungen erarbeiten welche aktiv zum Bundestierschutz beitragen.
So weist §1 des Bundestierschutzgesetzes als Ziel den „Schutz des Lebens und des Wohlbefindens der Tiere aus der besonderen Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf“ aus. Auch wir sehen diesen Schutz des Lebens der Tiere in unserer Verantwortung in dem wir mit wissenschaftlicher Herangehensweise die Grundlagen für die Steigerung der Sicherheit von Tieren auf der Straße schaffen und so zum Schutz des Lebens beitragen können. Wir denken, dass uns dies durch die hervorragende Kombination aus wissenschaftlicher Arbeit und Öffentlichkeitsarbeit möglich ist, welche in eine enge Kooperation auf Augenhöhe zwischen Wissenschaft und Bevölkerung mündet. Die so gesammelten Daten können direkt für die Erforschung der Reduktion von im Straßenverkehr getöteten Tieren verwendet werden.
Wir sind besonders stolz, dass der Natur- und Tierschutzgedanke des Projekts auch von der Universität für Bodenkultur anerkannt wurde, indem wir 2017 für das Projekt den BOKU Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie „Austausch mit der Gesellschaft“ bekommen haben.
Das korrekte Erkennen von überfahrenen Tierarten ist oftmals eine richtige Herausforderung. Manchmal sind nur noch Reste vom Tier erhalten oder das Tier ist bereits so zerstört, dass eine richtige Identifizierung der Art kaum mehr möglich ist.
Eine Hilfe dabei sind unsere Steckbriefe zu den häufigsten gemeldeten Tierarten.
Doch nicht nur eine Verwechslung von Tierarten geschieht häufig im Projekt Roadkill, sondern auch die Verwechslung von überfahrenen Tieren mit Gegenständen und umgekehrt. So ist es auch uns schon passiert, dass sich eine Schlange auf der Straße plötzlich als ein Stück Schlauch herausgestellt hat, oder wir stehen geblieben sind um ein Säugetier zu melden, nur um festzustellen, dass es doch nur ein verloren gegangener brauner Wollpullover war.
Auf dieser Seite möchten wir die häufigsten Verwechslungen von überfahrenen Tieren und Gegenständen sammeln um unser aller Auge noch weiter für Roadkills zu schärfen.
Wenn auch euch schon Gegenstände vor die Kameralinse gekommen sind, die überfahrenen Tieren aus der Ferne zum Verwechseln ähnlichgesehen haben, dann schickt uns bitte Fotos davon an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Aus der Ferne betrachtet sieht man nicht klar genug, ob es sich um ein Tier handelt. Doch kommt man näher sieht man klar, dass die vermeintlichen Stacheln des Igel nur das Stroh im Mist waren.
Bitte auf Fotos klicken um sie zu vergrößern:
Aus dem Auto sieht es stark nach einem Igel aus, steigt man aber aus und sieht sich das vermeintliche Tier genauer an, sieht man sofort, dass es sich um eine Bürste handelt.
Auch hier ist aus der Ferne kaum zu erkennen worum es sich handelt. Überfahrene Froschlurche wie Erdkröte oder Wechselkröte sind oft stark zerstört oder bereits ausgetrocknet und schwer zu bestimmen. Eine Verwechslung im Herbst mit Fallobst wie hier einem Apfel ist daher aus der Ferne nicht auszuschließen und kann nur bei näherer Betrachtung vermieden werden.
Ein weiteres Beispiel in der Fotogallerie ist die Verwechslungsmöglichkeit von einer vertrockneten Bananenschale bei Regenwetter mit einem Froschlurch. Vielen Dank an unsere Teilnehmerin DiDoDa für diesen Hinweis und die Fotos.
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Ist man mit dem Auto oder dem Fahrrad unterwegs, kann man einen Schlauch oder gebogenen Ast auf der Fahrbahn kaum von einer Schlange unterscheiden. Kommt man jedoch näher, sieht man schnell, ob es sich um eines dieser geschützten Tiere handelt oder doch nur um ein verlorenes Stück Schlauch oder einen abgefallenen Ast. Handelt es sich um einen Schlauch, wären wir euch dankbar diesen mit zu nehmen und fachgerecht zu entsorgen um Müll in der Natur zu vermeiden.
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Ein weiteres Beispiel stammt von unserer Teilnehmerin DiDoDa, welche diese interessante Verwechslung von einem Zapfen mit einem Kleinsäuger beobachtet hat. Aus der Ferne betrachtet, kann es hier durchaus zu einer Verwechslung kommen, da die braune Farbe und die Größe auf einen Kleinsäuger hindeuten kann.
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Müll neben Fahrbahnen ist aus dem fahrenden Auto oft kaum von überfahrenen Tieren zu unterscheiden. Auf den Fotos sieht zum Beispiel das schwarze Kunststoff-Vlies oder die Platsikfolie aus der Ferne wirklich wie eine Krähe aus. Das erste eindrucksvolle Beispiel stammt von unserer Teilnehmerin DiDoDa, das zweite von Mamabird. Handelt es sich wirklich um Kunststoffe, wären wir euch dankbar diese mit zu nehmen und fachgerecht zu entsorgen um Müll in der Natur zu vermeiden.
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Diese etwas außergewöhnliche Verwechslungsmöglichkeit wurde uns von unserer Teilnehmerin Mamabird zugesandt. Hier scheinen aus der Ferne Amseln neben dem Bürgersteig zu liegen, kommt man jedoch näher sieht man, dass es sich um von Traktorreifen abgefallenen Kot (in diesem Fall Marschenbodenstücke im Reifenprofil) handelt.
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Wirklich zum Verwechseln ähnlich sehen sich auf diesen Fotos ein alter Arbeitshandschuh aus Leder und eine Taube. Unsere Teilnehmerin DiDoDa ist mit dem Auto stehen geblieben um eine vermeintliche Taube in die Datenbank einzutragen, nur um dann einen alten Handschuh auf der Straße vorzufinden.
Bitte auf Fotos klicken um sie zu vergrößern:
https://roadkill.at/ueber-projekt-roadkill/kontakt/itemlist/user/934-florianheigl?start=430#sigProIda5fa258cb1
Auch diese Verwechslungen passieren immer wieder: größere wirbellose Tiere sehen aus der Ferne wie Wirbeltiere aus. In diesem Fall wurde uns die Verwechslung eines Froschlurchs mit der Raupe eines (vermutlich) Labkraut-Schwärmers von unserer Teilnehmerin DiDoDa gemeldet.
Bitte auf Fotos klicken um sie zu vergrößern:
Immer wieder hören wir von neuen Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Projekt, dass es oft sehr schwierig ist, die gefundenen Tiere sicher zu bestimmen. Nun gibt es aber im Projekt auch schon sehr erfahrene Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die mit Kommentaren unter den Einträgen helfen die Tiere zu bestimmen. An dieser Stelle einen großen Dank dafür.
Dieses großartige Wissen zu überfahrenen Tieren in Österreich, welches sich über die Jahre im Projekt gesammelt hat, möchten wir nun in einem handlichen Taschenbuch (oder welches Format für unsere TeilnehmerInnen passend ist) zusammenfassen und veröffentlichen, damit es noch leichter wird in das Projekt einzusteigen.
Da wir das Projekt Roadkill großteils in unserer Freizeit durchführen, müssen wir auch hier zusammen helfen. Wir haben uns daher dazu entschieden, im Rahmen der European Researchers Night eine so genannte Challenge auszurufen:
Das Ziel unserer Challenge ist es einen handlichen Pocket-Guide zur einfachen Bestimmung der am häufigsten überfahrenen Tiere zu erstellen. Dieser soll Neueinsteigerinnen und Neueinsteigern den Einstieg ins Projekt erleichtern.
Dazu suchen wir Menschen, die uns bei folgenden Aufgaben behilflich sein können:
Jede oder jeder, der uns bei einer dieser Aufgaben helfen kann ist herzlich willkommen und kann sich bei uns über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! melden. Die Zusammenarbeit wird durch Workshops in Wien, aber auch online durchgeführt, sodass eine Teilnahme aus ganz Österreich möglich sein wird.
Die komplette Challenge muss bis 28. September 2018 abgeschlossen sein, um das Ergebnis bei der European Researchers Night in Wien präsentieren zu können.
Irene Hoppe schreibt seit 2018 an ihrer Masterarbeit im Projekt Roadkill zu überfahrenen Igeln in Wien. Heute gibt sie uns einen Einblick in ihr faszinierendes Forschungsobjekt, den Igel.
Mit ihrem unverwechselbaren Erscheinungsbild gehören Igel (Erinaceidae) zu der wahrscheinlich bekanntesten Familie unter den Säugetieren. Wohl jeder hat schon einmal erlebt, wie sich die Tiere bei drohender Gefahr zum Schutz zusammenrollen und ihre Stacheln präsentieren. In der Alten Welt (Europa, Afrika und Asien) sind Igel weit verbreitet. Es gibt mehrere Igelarten. In Österreich kommen zwei Arten vor: der Nördliche Weißbrustigel (Erinaceus roumanicus) und der Braunbrustigel (Erinaceus europaeus). Der Braunbrustigel wird vom Umweltbundesamt in der Roten Liste der gefährdeten Arten für Österreich als „potentiell gefährdet“ eingestuft (Stand 2005).
Igel gehören zu der Ordnung der Insektenfresser (Insectivora) und sind daher eng verwandt mit Maulwürfen und Spitzmäusen. Neben Käfern, Raupen und Regenwürmern stehen Schnecken mit ganz oben auf dem Speisezettel. So werden sie auch oft in Gärten und Parks beobachtet, wenn sie dort auf Nahrungssuche gehen. Allerdings geschieht dies meist in der Dämmerungszeit und Nacht, da sie vorwiegend nachtaktive Lebewesen sind. Im Winter, von etwa Oktober bis März, sind Igel selten zu sehen, da sie in der Regel Winterschlaf halten. Die Länge des Winterschlafs variiert in Abhängigkeit von verschiedenen Faktoren, wie beispielsweise klimatischen Bedingungen, der körperlichen Verfassung des Igels und dem Geschlecht. Igel leben einzelgängerisch und in festen Territorien, die sich auch überlagern können. Als Lebensraum werden kleinräumig abwechslungsreiche, also strukturreiche Gebiete bevorzugt, wo die Tiere sowohl Nahrung als auch Versteckmöglichkeiten finden. Dazu gehören Landschaften mit Gebüschen und Bäumen, Brachflächen mit Hecken, artenreiche Magerwiesen sowie Gärten und Parks. Intensiv genutzte Landwirtschaftsflächen sowie Nadelholz-Monokulturen bieten diese Möglichkeit nicht, wodurch sie öfter in Randbereichen von Dörfern und Städten leben. Gefahr für den Igel droht dort vor allem auf Straßen. Sie gehören zu den häufigsten Verkehrsopfern unter den Säugetieren. Über Roadkill wurden bis jetzt 1000 Igel gemeldet, in Österreich allein über 800. Das ist etwa ein Fünftel aller gemeldeten Tiere! Gerade für lokale isolierte Igelpopulation können Straßen die Überlebenswahrscheinlichkeit stark beeinträchtigen, da neben der Mortalität der genetische Austausch zwischen Populationen behindert wird. Die meisten überfahrenen Igel wurden im Monat Mai gemeldet. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich Igel in Mitten ihrer Paarungszeit und legen daher weitere Strecken zurück. Ein langsameres und umsichtigeres Autofahren, gerade in der Dämmerung und Nacht in dieser Zeit, kann Igel-Roadkill reduzieren.
Irene Hoppe ist Masterstudentin am Institut für Zoologie der Universität für Bodenkultur Wien und studiert "Wildtierökologie und Wildtiermanagement".