Achtung Igel! ist die neue Studie im Projekt Roadkill, in der Sie Strecken, die Sie in ihrem Alltag oder auch im Urlaub zurücklegen, aufzeichnen und uns melden, ob Sie überfahrene Igel gesehen haben oder nicht. Derzeit wird die Studie vorbereitet. Wenn Sie darüber informiert werden möchten, sobald die Studie startet, laden wir Sie ein unseren Newsletter am Ende dieser Seite zu abonnieren.
Im Projekt Roadkill wurden bislang knapp 150 von insgesamt rund 460 in Österreich vorkommenden Wirbeltierarten gemeldet. Besonders auffällig sind die beiden Igelarten Braunbrustigel (Erinaceus europaeus) und Nördlicher Weißbrustigel (E. roumanicus) mit über 4.200 dokumentierten Individuen (Stand: Februar 2026). Allein in Niederösterreich wurden zwischen 2014 und 2025 fast 2.000 überfahrene Igel erfasst – rund die Hälfte aller im Projekt gemeldeten, im Straßenverkehr getöteten Igel. Die meisten Meldungen treten im Frühjahr und Frühsommer auf. Zu wissen, wo und wann Unfälle passieren, ist entscheidend für die Planung von Schutzmaßnahmen.

Die beiden in Niederösterreich vorkommenden Igelarten sind äußerlich schwer zu unterscheiden. Während der Nördliche Weißbrustigel von der IUCN als „Least Concern“ (nicht gefährdet) eingestuft ist, wurde der Braunbrustigel 2023 auf „Near Threatened“ (potenziell gefährdet) herabgestuft – entsprechend der nationalen Einstufung in Österreich. Neben intensiver Landwirtschaft und Siedlungswachstum zählt der Straßenverkehr zu den zentralen Gefährdungsfaktoren.
Die Studie wird gemeinsam von der BOKU University und dem Museum Niederösterreich durchgeführt.
Mit einfachen digitalen Streckenaufzeichnungen und Meldungen über die Roadkill-App unterstützen Sie die Forschung. Dabei sind nicht nur Funde von überfahrenen Igeln entlang einer Strecke wichtig, sondern auch Belege, wenn keine Igel entdeckt wurden. Diese Informationen helfen uns, gefährliche Straßenabschnitte zu erkennen und zeitliche Muster zu verstehen.
Jede Fahrt, jeder Spaziergang verbessert die Datengrundlage. Machen Sie mit – jede Strecke zählt.