Projekt Roadkill - roadkill.at

Project Roadkill - spot Roadkills for science

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In diesem Projekt wird erhoben, welche Tiere auf Österreichs Straßen zu Tode kommen und welche Gründe es dafür geben könnte.

Bitte beachten: diese Seite enthält Bilder von toten Tieren.

Über Projekt Roadkill

In diesem Projekt wird es Ihnen  ermöglicht an einem wissenschaftlichen Projekt zum Thema “Roadkill” aktiv mitzuarbeiten. Es wird erhoben, welche Tiere auf Straßen zu Tode kommen und welche Gründe es dafür geben könnte. Mit Ihren Daten werden Hotspots identifiziert und es wird versucht diese Hotspots zu entschärfen.

Was bedeutet Roadkill?

Als Roadkill werden alle im Straßenverkehr zu Tode gekommenen Tiere bezeichnet. Der deutsche Begriff Wildunfall greift als Übersetzung zu kurz, denn er bezieht sich in der Regel nur auf größere Säugetiere und gelegentlich Vögel. Dies schlägt sich auch in offiziellen Statistiken wieder – Daten zu getöteten Tieren im Straßenverkehr werden nur zu sogenanntem „jagdbarem Wild“ erhoben. Daten zu allen anderen Tierarten – auch zu gefährdeten Tierarten, wie zum Beispiel Amphibien – fehlen.

Welche Relevanz hat Roadkill?

Rehe-1024x717Illustration: Horst Hellmeier

Straßen zerschneiden die Lebensräume vieler Tierarten – die Ökologie bezeichnet dieses Phänomen als Habitatfragmentierung. Auf menschliche Wohnräume umgelegt würde dies bedeuten, dass z.B. die Verbindung zwischen Küche und Wohnzimmer durch eine Straße durchquert wird. Tiere überqueren Straßen, wenn sie z.B. auf Nahrungssuche sind, sich Paarungspartner suchen (Rehe die im Herbst auf der Suche nach Paarungspartnern große Strecken zurücklegen) oder wenn sie zwischen Winterquartier und Sommerquartier wechseln (wie zum Beispiel Kröten bei ihrer Wanderung im Frühjahr). Tierarten, die diese Migrationen durchführen sind daher von Roadkill besonders häufig betroffen.
Auch für den Menschen hat Roadkill Relevanz – Tiere auf der Fahrbahn stellen für Autofahrerinnen und Autofahrer eine große Gefahr und auch eine große ethische Belastung dar. Nicht nur Zusammenstöße mit großen Wildtieren wie Hirsch, Wildschwein und Co verursachen jährlich Personen- und Sachschäden – auch kleine Tiere wie Igel und Kröte können Schäden verursachen, da immer wieder Unfälle durch Ausweich- und Bremsmanöver passieren.

Ziele des Projekts Roadkill?

Unser klares Ziel ist die Anzahl an Roadkills soweit wie möglich zu reduzieren, indem wir den Ursachen der Roadkills auf den Grund gehen.

Der erste Schritt dazu ist einen Überblick über Anzahl, Umfang und Verbreitung von Roadkills zu bekommen. Durch das Zusammentragen von vielen einzelnen Daten zu einem großen Datensatz ist es möglich genau festzustellen, zu welchen Bedingungen (Wetter, Uhrzeit, …), an welchen Standorten (Wald, Wiese, Ortsgebiet, …), auf welchen Straßen, welche Tiere Opfer von Roadkill werden.

Neben der Beantwortung dieser wissenschaftlichen Fragestellungen ist es uns möglich „Hotspots“, also Orte an denen es besonders häufig zu Roadkill kommt, zu identifizieren. In Zukunft versuchen wir in Zusammenarbeit mit Behörden, NGOs und Gemeinden diese Hotspots zu entschärfen.

Darüber hinaus sehen wir die Möglichkeit, dass Autofahrerinnen und Autofahrer, mittels moderner Kommunikationsmittel, punktgenau sowie abhängig von Jahres- und Tageszeit vor Roadkills gewarnt werden. Ähnlich wie Navigationsgeräte und Smartphones vor Radarfallen warnen, könnte auch vor neuralgischen Straßenabschnitten auf denen besonders viele Roadkills auftreten, gewarnt werden.

Übergeordnet soll das Projekt Roadkill zur Sensibilisierung aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer beitragen.

Wie kann man teilnehmen?

Das Projekt Roadkill ist als Android App für Ihr Smartphone im Google Play Store als kostenloser Download verfügbar:
https://play.google.com/store/apps/details?id=com.spotteron.roadkill

Auch für Iphones ist eine eigene App im iTunes Store kostenlos verfügbar:
https://itunes.apple.com/at/app/roadkill-spotteron/id1007563102?mt=8

Sie können aber auch unsere Online-Eingabemaske verwenden.

Bevor Sie mittels App aktiv teilnehmen können, müssen Sie sich registrieren oder einloggen. Sind Sie auf einer Straße unterwegs und beobachten ein totes Tier welches von einem Fahrzeug erfasst wurde, melden Sie dies einfach über unsere App für Android oder iOS oder über das Online-Formular in der Dateneingabe. Sie können dies an Ort und Stelle tun, oder Sie notieren sich die Stelle und geben die Daten zuhause an einem Computer mit Internetverbindung ein.

Achten Sie jedoch stets auf Ihre eigene Sicherheit! Tragen Sie keine Spots ein während Sie selbst am Steuer sitzen; machen Sie kein Foto auf unübersichtlichen Straßenabschnitten; achten Sie stets auf den Straßenverkehr und riskieren Sie nichts um einen neuen Spot einzutragen! Ihre Sicherheit steht immer an erster Stelle!

Falls noch Fragen zum genauen Vorgang der Dateneingabe auftauchen sollten, schreiben uns bitte ein Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Wie kann ich Roadkills vermeiden?

Schon jetzt können Sie einiges tun um Roadkills zu vermeiden. So ist es zum Beispiel ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Amphibien überleben, wenn man sie mit dem Auto “zwischen die Reifen” nimmt. Bei über 30 km/h kann dies bereits zum Tod der Amphibien führen, da durch den Unterdruck unter dem Auto ihre Lungen platzen können. Genaueres findet ihr hier: http://www.herpetofauna.net/interessantes/amphibientod_schnelles_fahren.html

Wenn Sie sich stärker für den Schutz von Fröschen, Kröten, Molchen etc. an der Straße einsetzen möchten, finden Sie sicher einen Verein in Ihrer Nähe der Amphibienschutzzäune entlang von Straßen betreut und sich über Ihre Hilfe freut. Eine sehr gute Plattform zur Vereinssuche oder die Bestimmung von Amphibien und Reptilien ist auch das Forum auf www.herpetofauna.at

Die meisten Wildunfälle passieren in der Dämmerung, fahren Sie dann besonders vorsichtig und achten Sie vermehrt auch auf die Fahrbahnränder. Die Schilder “Achtung Wildwechsel” zeigen besonders gefährdete Stellen und sollten ernst genommen werden, auch wenn Sie selbst dort noch nie ein Wild gesehen haben.

Projektpartner

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Plattformpartner

 

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Projektleitung

Florian Heigl

Institut für Zoologie
Department für Integrative Biologie und Biodiversitätsforschung
Universität für Bodenkultur Wien
Gregor-Mendel-Straße 33, 1180 Wien

Gelesen 14019 mal| Letzte Änderung am Freitag, 25 August 2017 13:04