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Phänologie und Amphibienschutz

In dieser Masterarbeit untersuchen wir einen möglichen Zusammenhang zwischen Pflanzenphänologie und dem Start der Amphibienwanderung im Frühling. Das Ziel der Studie ist es herauszufinden, ob es eine Verbindung einzelner phänologischer Phasen von ausgewählten Pflanzenarten im Frühling (z.B. erste Blüte, Blattentfaltung) und dem Auftreten von Amphibienwanderungen gibt.

Dazu wurde eine Zusammenarbeit von vier österreichischen Citizen Science Projekten von vier Institutionen gestartet. Daten zur Amphibienwanderungen werden von Naturbeobachtung.at (Naturschutzbund Österreich), herpetofauna.at (Herpetologische Gesellschaft und Naturhistorisches Museum Wien) und Projekt Roadkill zur Verfügung gestellt, Daten zur Phänologie durch den Naturkalender (ZAMG). Diese Daten werden miteinander verschnitten um mögliche Zusammenhänge zu erkennen.

Die Erkenntnisse aus dieser Arbeit sind nicht nur für die Wissenschaft interessant, da ein eventueller Zusammenhang eine Steigerung der Planungssicherheit für Naturschutzorganisationen ermöglichen würde, welche temporäre Amphibienschutzzäune entlang von Straßen errichten und betreuen. Die Idee für die Praxis wäre, dass man als Amphibienzaunkoordinationsstelle eine bestimmte phänologische Phase einer Pflanze im Frühling beobachtet und damit weiß, dass man noch z.B. zwei Wochen Zeit hat um Amphibienzäune zu installieren, bevor die Amphibienwanderung beginnt. Von Bedeutung wäre dies, da Amphibienwanderungen abhängig von klimatischen Bedingungen starten und daher nicht jedes Jahr zum selben Zeitpunkt beginnen.