Wechselkröte - roadkill.at

Wechselkröte

Amphibie > Froschlurch > Wechselkröte. Wechselkröten sind vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Die Körperoberseite ist hell mit grünlichen Flecken.
Kröte-Kreta wikimedia commons

Wie erkenne ich eine getötete Wechselkröte auf der Straße?

Froschlurche allgemein:
Froschlurche kommen auf zwei Arten im Straßenverkehr ums Leben. Einerseits werden sie direkt von einem Reifen erfasst und überrollt, andererseits werden sie durch den Unterdruck unter dem Auto getötet. Ein Ausweichmanöver in dem man den Froschlurch zwischen die Reifen nimmt ist meist nicht sinnvoll, da schon Geschwindigkeiten über 30 km/h zum Tod der Froschlurche führen können.

Aus diesem Grund findet man auf der Straße meist nicht platte Froschlurche, sondern regelrechte geplatzte. Manchmal sitzen Froschlurche komplett bewegungslos auf der Straße, diese sind oft nicht tot, sondern springen weg sobald man sie berührt. Bitte keine lebenden Tiere in die Datenbank eintragen.

Froschlurche erkennt man folgendermaßen:

  • Nackte Haut (kein Fell oder Federn sichtbar)
  • keine Schuppen erkennbar
  • Kein Schwanz

Sind diese drei Kriterien erfüllt, kann man in die Datenbank einen Froschlurch eintragen.

Wechselkröte im Speziellen:
Wechselkröten sind vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Die Körperoberseite ist hell mit grünlichen Flecken, diese bleiben meist auch bei ausgetrockneten Kadavern sichtbar.

Wie kommt es zu getöteten Froschlurchen auf der Straße?

Im Frühling beginnt für viele Amphibien die Zeit der Wanderung. Sie verlassen ihr Winterquartier und beginnen die oft schwierige Reise zu ihren Laichgewässern. Doch warum wandern diese Tiere überhaupt?

In der Evolution stellen Amphibien den Übergang von wasserbewohnenden Lebewesen zu landbewohnenden Lebewesen dar. Sie können sich frei am Land bewegen, sind aber für ihre Fortpflanzung an stehende bis langsam fließende Gewässer (ausgenommen der Alpensalamander) gebunden. Amphibien kommen generell wieder an die Gewässer zurück, wo sie auch als Larve gelebt haben. An diesen Gewässern treffen sich Männchen und Weibchen für die Paarung und die Laichablage. Als Laich werden die “Eier” der Amphibien bezeichnet. Nach erfolgreichem Ablaichen, halten sich die meisten Amphibien an Land auf, um hier auf Nahrungssuche zu gehen. Fällt die Temperatur im Herbst unter eine für jede Art spezifische Grenze, ziehen sich die Amphibien wieder in ihre Winterquartiere zurück, graben sich ein, oder verstecken sich unter Totholz oder Steinen.

Amphibien überwintern entweder in der Nähe ihrer Laichgewässern wie zum Beispiel Gelbbauchunke und Europäischer Laubfrosch,  1-3km entfernt wie Grasfrosch und Erdkröte oder gar bis zu 10km entfernt wie zum Beispiel Wechselkröte. Je weiter entfernt ihr Laichgewässer vom Winterquartier ist, desto höher ist natürlich auch die Wahrscheinlichkeit, dass sie bei ihrer Wanderung eine Straße überqueren müssen.

Weiterführende Literatur

Wechselkröten auf herpetofauna.at

Beispielbilder

 






Gelesen 1063 mal| Letzte Änderung am Montag, 07 September 2015 19:38
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