Team Blog V - Daniela Loidl - roadkill.at

Team Blog V - Daniela Loidl

Mein Name ist Daniela Loidl, ich bin 42 Jahre alt. Ich arbeite für eine Filmproduktionsfirma die Naturfilme und Dokumentationen produziert, bin darüber hinaus aber seit frühester Kindheit von der Natur und ihren Geschöpfen fasziniert. Seit mehr als 16 Jahren wohne ich im Weinviertel, fahre als Pendlerin zwischen meinem Wohnort und dem Wiener Büro viele Kilometer im Jahr und sehe nahezu täglich die verschiedensten tierischen Straßenverkehrs-Opfer. Auch in dem Ort in dem ich wohne vergeht kaum eine Woche wo nicht ein Tier unter die Räder kommt. Auch einige ‚meiner’ Igel waren darunter – Pflegefälle, die ich mühevoll gesundgepflegt, aufgepäppelt und überwintert habe...DLoidl

Geschätzt waren es immer viele Opfer, ich wollte aber genauere Zahlen wissen. So fand ich Projekt Roadkill. Hier werden die Zahlen sichtbar. Umso erschreckender ist die Erkenntnis, wie viele Opfer es tatsächlich sind. Ich ‚sammle’ erst seit knapp einem Monat und habe bereits über 50 Einträge...traurige Fakten. Aber zumindest sind die Tierchen nicht gänzlich anonym gestorben.

Abgesehen von meinem eigenen Interesse sind die gesammelten Daten für eine wissenschaftliche Auswertung von großem Nutzen. Mithilfe dieser Daten lassen sich Schlüsse ziehen, die helfen können, mit geeigneten Maßnahmen die Opferzahlen in Zukunft zu reduzieren...was hoffentlich auch geschehen wird!

Es wäre sicher schön und nützlich, wenn sich noch viel mehr Menschen am Projekt Roadkill beteiligen würden, um eine flächendeckende Karte erstellen zu können.

Die Roadkill App funktioniert an sich sehr benutzerfreundlich, lediglich das Positionierungssystem mit GPS setzt die Punkte nicht immer präzise – sobald aber ‚speichern’ gedrückt wurde, lässt sich die Position nicht mehr korrigieren – vielleicht lässt sich daran noch etwas ändern?

Das Thema Roadkill könnte noch wesentlich intensiver in den Medien vertreten sein; oder vielleicht bereits im Rahmen von Schulprojekten an die junge Generation herangetragen werden. Es braucht hier Bewusstseinsbildung – viele Straßenverkehrsteilnehmer gehören daran erinnert, vorsichtiger, aufmerksamer, rücksichtsvoller und vor allem, etwas l a n g s a m e r zu fahren, dann gäbe es wohl einige Opfer weniger (und damit meine ich nicht nur die Tiere...).

Ansonsten:

ICH MAG TIERE – Lebend sind sie viel netter als tot!

Im Team Blog stellen TeilnehmerInnen sich und Ihre Erfahrungen im Projekt vor. Wenn auch du deine Erfahrungen und Motivation schildern möchtest, dann schick uns deinen Text einfach an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Gelesen 460 mal| Letzte Änderung am Montag, 12 Juni 2017 17:30